Schiedsrichter-Sport-Verein Odenwald e. V.
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Controller statt Pfeife 

Bielefeld? - das gibt's doch gar nicht...!

Mitte Oktober war der Zeitpunkt gekommen, als uns die Pandemie erneut im Griff hatte. Aufgrund dieser wiederholten Ausnahmesituation und der damit verbundenen Einstellung des Spielbetriebs rief der Hessische Fußball-Verband e.V. ein zweites Mal zu einem Fußballturnier auf, welches mittels Spielekonsole (Playstation 4) und dem passenden Spiel "FIFA 21" von zu Hause ausgetragen wurde.

 

Wurde beim ersten "Stay@HomeCup“ in unserer SRVgg. noch kein großes Interesse bekundet, versuchte man dieses Mal, mit Hilfe einer gesteuerten Mail, eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, welche unsere Unparteiischen im südhessischen Gebiet würdevoll vertreten sollte. Keine 24 Stunden später konnte man eine schlagkräftige Truppe aus insgesamt vier Spielern verzeichnen, die unter dem Namen „Odenwälder Pfeifen“ startete.

 

Der Erste im Bunde ist Dennis Weber, welcher unter dem total einfallsreichen und kreativen Künstlernamen „Dennis-we2000“ an den Start ging und der später noch als Starspieler des Teams auf sich aufmerksam machen sollte. „2000“ steht hierbei für das Jahr, in dem er anfing, "FIFA" zu spielen.

Der zweite Mitspieler des Teams ist unser KSA-Mitglied Robin Sorg, welcher nicht einmal eine Playstation 4 mit "FIFA 21" besaß, was natürlich "ausgezeichnete" Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier sind. Nicht unerwähnt möchte ich dabei lassen, dass Dorian Klenke der Mann war, der total aufopferungsvoll und mit Tränen verbunden seine Playstation 4 mit "FIFA 21" unserem Sprössling für die Dauer des Wettbewerbs zur Verfügung stellte. Ohne Dorian hätte es fast keine Mannschaft gegeben. Aus diesem Grund startete Robin auch unter dem Nickname „dodinho95“.

Das Team komplettierte kein geringerer als Uwe Hildenbeutel, in Kennerkreisen auch „Hilly-Billy“ genannt - er startete unter dem Spitznamen „Maradonna80“. Solche Spitznamen darf nicht „Jedermann“ tragen, sondern diesen muss man sich hart erarbeiten. So hat er sich in den vergangenen Jahren diesen Beinamen auf dem Steinbacher Hallenparkett im Rahmen des Trainingskreises schweißgebadet erworben. Die Bewegungen und die Ballbehandlung erinnern immer wieder an den jungen Maradonna, weshalb er diesem Namen total gerecht wird. Die „80“ steht nur dabei, damit er sein Geburtsjahr nicht vergisst.

So auch bei meiner Wenigkeit: Ich, der Letzte im Bunde und von Seiten des KSA damit betraut, die Geschicke des Teams zu leiten und die Fäden im Hintergrund zu ziehen. Ich ging mit dem Künstlernamen „Bromisch93“ an den Start. In erster Linie damit auch ich nicht vergesse, wann ich geboren wurde und da die Vergesslichkeit bei mir noch weiter vorangeschritten ist, habe ich auch gleich noch dazu geschrieben, wo ich herkomme, damit mir auch das nicht entfällt.

 

Zum Turnier:

Insgesamt traten 84 Teams in 28 Gruppen in der Staffel Süd gegeneinander an. Der Gruppensieger und der Tabellenzweite sollten jeweils die Zwischenrunde, also die Runde der besten 32 Teams, erreichen.

Wir hatten es mit den „Buttergraben Kicker“ vom TSV Höchst (Gelnhausen) und der „SG R/S“ von der SG Reinheim/Spachbrücken zu tun. Es wurden in der Gruppenphase immer zwei Spiele im „Eins gegen Eins“ ausgetragen.

 

Am ersten Spieltag spielten wir gegen die „Buttergraben Kicker“. Robin und Dennis waren die Auserwählten. Robin spielte mit Arminia Bielefeld 4:4 und Dennis gewann mit Eintracht Frankfurt gegen Real Madrid 3:1. Ein guter Start mit vier Punkten, auf den man aufbauen konnte. Jetzt fragt man sich natürlich, wie das passieren konnte, dass Robin nur 4:4 spielte. Ich sag nur: Bielefeld gibt es eigentlich gar nicht!

 

Der zweite Spieltag sollte ausgeglichener werden. Wieder spielten Dennis und Robin, wobei man Angst hatte, dass Robin nochmals Punkte lässt, da er androhte, erneut mit Arminia Bielefeld aufzulaufen. Es kam wie es kommen musste: Dennis gewann natürlich sein Spiel mit Eintracht Frankfurt wieder souverän mit 7:3 gegen Atletico Madrid - was so in der Realität wahrscheinlich auch nie passieren wird - und Robin, wie sollte es anders sein, verlor sein Spiel mit Arminia Bielfeld gegen den FC Liverpool 2:6.

Nichts destotrotz war das Ticket für die Zwischenrunde gelöst, da man am letzten Spieltag spielfrei war und aufgrund der erzielten Ergebnisse nicht mehr vom zweiten Platz verdrängt werden konnte, den man letztendlich mit 16:14 Toren und sieben Punkten belegte. Wir hatten es somit allen unseren Kritikern gezeigt, hauptsächlich unserem KLW Christian Vogel, der nie, wirklich nie (!), an uns geglaubt hatte.

 

In der Runde der besten 32 Mannschaften traf man jetzt auf den FV Alemannia Nied (Main-Taunus). Der Modus hatte sich geändert: Es wurden nun drei Spiele absolviert. Uwe „Maradonna80“ wollten wir für die Finalrunden schonen, weshalb meine Wenigkeit dieses Mal der dritte Spieler im Bunde war.

Samstagmittag, 12:00 Uhr, "High noon": Dennis gewann abermals souverän mit 3:6 in Liverpool und Robin, der wieder einmal beratungsresistent war, verlor erneut mit der Stadt, die es nicht gibt, 3:1 in Liverpool.

Das entscheidende Spiel sollte dann am Sonntagabend um 18:00 Uhr stattfinden: Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern München. 4:4 stand es nach 90 Minuten. Spannend, ein "Golden Goal" musste also her. Leider ließen die Bayern, wie so oft in letzter Zeit, Federn und man musste Mitte der ersten Halbzeit das entscheidende Tor hinnehmen und war somit ausgeschieden.

 

Sehr schade! Dennoch ist man am Ende endlich mal in einem Turnier über die Gruppenphase hinausgekommen. Ein voller sportlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass die Odenwälder Referees unter der Verantwortlichkeit des KLW Christian Vogel ein solches Fazit bei realen Turnieren auf dem grünen Rasen bzw. dem Hallenparkett in der jüngsten Vergangenheit nicht im Ansatz vorweisen konnten!

 

Der Spaß, das Wichtigste an der ganzen „Aktion“, war zu jeder Zeit vorhanden und ich als Teammanager lass mich natürlich nicht lumpen, dem am Ende doch so erfolgreichen Team eine Runde Bier zu bezahlen (wenn es die behördlichen Vorgaben wieder mal erlauben).

 

Alexander Krauß                                                                   

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